Schröder-Konvent in Weimar vom 23. – 25. Oktober 2009

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Zum Großlogentag in Augsburg war es soweit: Unser Großmeister Br. Jens Oberheide setzte das Gesellen- und das Meisterritual der „Schröderschen Lehrart“ in Kraft. Die von Br. Hartmut Jentzsch als Mitglied der Ritualkommission im Rahmen des Schröderforums vor einigen Jahren begonnene und mit Ruhe und Beständigkeit vorangebrachte Überarbeitung der Schröderrituale im Lehrlings-, Gesellen- und Meistergrad fand damit ihren Abschluss. Das Ergebnis ist eine, inhaltlich behutsam wieder an das Ritual von 1816 herangeführte, verbindliche Ritualfassung für die fast dreißig unter der Verfassung unserer Großloge arbeitenden Schröderlogen.

Von den an der Erarbeitung beteiligten Logen übernahmen es drei, diese Rituale einer breiten „Logenöffentlichkeit“ vorzustellen.  In Weimar sollen mit dem „Schröder-Konvent“ vom 23. bis 25. Oktober 2009 die Rituale gemeinsam erlebbar werden. Verfehlt wäre es deshalb, wenn man unter sich bliebe. „Schröder nicht nur für Schröderianer“ ist insoweit fast eine Art Motto. Brüder von Nah und Fern sind herzlich nach Weimar eingeladen um gemeinsam an besonderen Orten zu arbeiten und sich über das Erfahrene auszutauschen.

Die TA 3 mit Erhebung wird von der Loge „Zum Schwarzen Bär“  i.Or. Hannover im Wittumspalais  ausgerichtet. Die Loge wurde im Jahre 1774 als Reaktion auf die „Irrungen der Strikten Observanz“ von Brüdern gegründet, die ausschließlich in den drei Graden der Johannis-Freimaurerei arbeiten wollten. Obwohl zunächst unter der Schirmherrschaft von Zinnendorffs „Großer Landesloge“ stehend, ist die Dreigradmaurerei bis zum heutigen Tag ein unumstößlicher Bestandteil ihres Selbstverständnisses. Die Loge nahm deshalb im Jahre 1810 das Schrödersche Lehrlingsritual an und arbeitet seit 1817 auch nach dem Ritual des Schröderschen Gesellen- sowie des Meistergrades.

Die TA 2 mit Beförderungen wird von der Loge „Zu den Drei Pfeilen“ i.Or. Nürnberg im Festsaal des Goethehauses am Frauenplan durchgeführt. Die Gründung dieser Loge fiel in die Zeit der großen rituellen Unsicherheit, die letztendlich durch die Strikte Observanz verursacht wurde. Man griff deshalb unmittelbar Schröders Idee der Dreigradmaurerei mit großer Begeisterung auf und führte das Schrödersche Ritual so bereits 1803 in Nürnberg ein. Von der  Unterbrechung nach 1933 abgesehen, wurde und wird nach diesem Ritual gearbeitet, von dem man im Archiv der Loge in Berlin ein handgeschriebenes Exemplar aus dem 19. Jahrhundert wieder entdeckte.

Die TA 1 mit An- und Aufnahme wird von der Loge „Anna Amalia zu den drei Rosen“ i.Or. Weimar im Festsaal des Stadtschlosses ausgerichtet. Sie erhielt ihr Patent am 24. Oktober 1764 als Loge „Amalia“ von der Strikten Observanz und arbeitete innerhalb dieser bis zur Einstellung der Arbeiten 1782. Mit der Reaktivierung am 24. Oktober 1808 wurde ihr der heutige Name gegeben. Als Tochterloge der Provinzial-Großloge von Hamburg wurde das „vom mittelalterlich-mystischen gereinigte“ Ritual nach Schröder angenommen. Bis zum Bau des Logenhauses 1853 arbeitete die Loge im Wittumspalais. 1926 erfolgte der Übertritt zur Großen Nationalen Mutterloge zu den drei Weltkugeln unter deren Verfassung sie bis zur Auflösung im Jahr 1935 arbeitete. Am 24. Oktober 1990 erfolgte die Wiedereinrichtung der Loge im Festsaal des Goethehauses durch Brüder aus 12 Logen und am 24.10.1992 die Lichteinbringung. Die Loge arbeitet seit dem wieder nach dem Schröderschen Ritual.

 

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