Freiheit, Gleichheit und Verbrüderung sind die wahren Grundpfeiler unsrer Gesellschaft. Daß das menschliche Geschlecht eine Bruderkette werde, teilend Wahrheit, Licht und Recht!
Br.: Christoph Martin Wieland
Wieland bildete mit Br.: Goethe, Schiller und Br.: Herder das Viergestirn der Weimarer Klassik, diese datiert von der Ankunft Wielands in Weimar bis zu Goethes Tod. In Anwesenheit Goethes wurde Christoph Martin Wieland 1809 in die Loge Amalia aufgenommen.
Freimaurerei ist eine sittliche Haltung des Menschen, eine innere Lebenseinstellung. Sie soll sich in Taten manifestieren. Als Mitglieder eines ethischen Bundes treten Freimaurer ein für Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und soziale Gerechtigkeit im Alltag.
Mit Dankbarkeit und Freude blickt die Loge Anna Amalia auf große Männer, die in ihren Reihen gelebt und gearbeitet haben. Stellvertretend für viele nennen wir:
Br.: Johann Joh. Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 Frankfurt/Main; † 22. März 1832 Weimar)Dichter, Naturforscher, Wissenschaftler, Politiker.
Gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung. Kam als 26jähriger an der Weimarer Hof, leitete das Weimarer Hoftheater, wirkte als Naturwissenschaftler als Partner von Alexander von Humboldt. Mitbegründer der Morphologie der Pflanzen, beriet die Universität Jena bei der Berufung von Fichte, Hegel, Schelling, Schiller. Farbenlehre, Zeichnungen, naturwissenschaftliche Sammlungen und Korrespondenz durch ganz Europa. Goethe am 23. Juni 1780 als Lehrling in die Loge Amalia aufgenommen. Genau ein Jahr später zum Gesellen befördert. Den Meistergrad erhielt er am 2. März 1782, unmittelbar nach der Meistererhebung von Herzog Carl August.
Br.: Franz Liszt (* 22. Oktober 1811 Raiding, Österreich-Ungarn; † 31. Juli 1886 Bayreuth)Klaviervirtuose, Komponist, Dirigent, Musiklehrer und Schriftsteller
In Frankfurt/Main zm Freimaurer aufgenommen. Wirkte richtungsweisend für die Entwicklung der Musik des 19. Jahrhunderts; dirigierte 1850 die Uraufführung des Wagnerschen Lohengrin im Großherzoglichen Hoftheater Weimar.
Br.: Friedrich Johann Justin Bertuch (* 30. September 1747 Weimar; † 03. April 1822 Weimar)Handelsunternehmer und Verleger
Geheimer Sekretär des Herzogs, betreute dessen Schatull-Vermögen. Seine aufklärerischen Gedanken fanden Ausprägung in der späteren Marktwirtschaft. Pflegte als freier Schriftsteller Kontakte zu dem Schauspieler Konrad Ekhof und dem Gymnasialprofessor und Märchensammler Johann Karl August Musäus, zu Wieland und Goethe. 1776 wurde er in die Weimarer Freimaurerloge Amalia aufgenommen.
Br.: Johann Gottfried von Herder (* 25. August 1744 Mohrungen/Ostpreußen; † 18. Dezember 1803 Weimar) Theologe, Dichter, Übersetzer, Kultur-Philosoph
Ab 1776 General-Superintendent von Weimar. Bildete mit Wieland, Goethe und Schiller das klassische Viergestirn von Weimar. In seinem Hauptwerk „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“ bewertet er die unterschiedlichen Kulturen der Welt als verschieden, aber dennoch gleichwertig.
Br.: Johann Nepomuk Hummel (* 14. November 1778 Bratislava/Pressburg; † 17. Oktober 1837 Weimar) Wiener Klaviervirtuose und Dirigent, Konkurrent und Freund Beethovens, Komponist.
Ab 1819 Hofkapellmeister in Weimar. Hier unterrichtete er u.a. die kleine Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, die später als Frau von König Wilhelm I. preußische Königin und dann deutsche Kaiserin wurde.
Br.: Johann Joachim Christoph Bode (* 16. Januar 1730 Salzgitter; † 13. Dezember 1793 Weimar) Journalist, Verleger und Übersetzer.
Freund Klopstocks und Lessings, Herausgeber von Werken von Klopstock, Goethe, Friedrich Ludwig Schröder, Wieland, Jakob Michael Reinhold Lenz und Matthias Claudius. 1761 in Hamburg zum Freimaurer aufgenommen, prägte das gesellschaftliche Leben am Weimarer Hof.
Br.: Christoph Martin Wieland (* 05. September 1733 Oberholzheim/Schwaben; † 20. Januar 1813 Weimar)Dichter, Übersetzer und Publizist
Wieland war einer der bedeutensten Schriftsteller der Aufklärung im deutschen Sprachgebiet und der Älteste des klassischen Viergestirns von Weimar. 1772 berief die verwitwete Herzogin und Komponistin Anna Amalia von Sachsen-Weimar Wieland zur Erziehung ihrer beiden Söhe an den Hof des Herzogs. Im Alter von 76 Jahren trat er der Weimarer Freimaurerloge Amalia bei.
Br.: Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (* 03. September 1757 Weimar; † 14. Juni 1828 Schloss Graditz bei Torgau)Ab 1758 Herzog, ab 1815 Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach
Bis 1775 unter der Vormundschaft siener Mutter Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel. 1782 in Weimar zum Freimaurer aufgenommen, führte er die großzügige Förderung von Kunst und Kultur seiner Mutter Anna Amalia aus Überzeugung fort. Wurde zum prägenden Förderer und Patron der später als Weimarer Klassik bekannt gewordenen Epoche am Weimarer Musenhof.
Br.: Clemens Wenzeslaus Coudray (* 23. November 1775 Ehrenbreitstein bei Koblenz; † 04. Oktober 1845 WeimarArchitekt, Baudirektor.
Prägte als Oberbaudirektor des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach maßgeblich das Stadtbild Weimars in enger Zusammenarbeit mit Goethe. Eine Vielzahl der aktuell in Deutschland geltenden Vorschriften im Bauwesen enthalten noch immer Elemente, die Coudray entwickelte. In Paris zum Freimaurer aufgenommen.
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